„Fleckerlteppich und Machtspiele der Bezirkskaiser in Sachen Parkpickerl beenden“

NEOS-Verkehrssprecherin verlangt eine radikale Vereinfachung der Wiener Parkraumbewirtschaftung

„Das neue Parkpickerl mit Chip ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch ändert sich damit nichts an der viel zu komplizierten Wiener Parkraumbewirtschaftung. Wir fordern eine einheitliche Regelung für ganz Wien. Ein vereinfachtes System bereitet nicht nur dem Verordnungs-Fleckerlteppich, sondern auch den ewigen Machtspielen zwischen Bezirken und Stadt Wien endlich ein Ende“, fordert Bettina Emmerling, Verkehrssprecherin von NEOS Wien. Zur Zeit sei durch die unterschiedliche Geltungsdauer der Kurzparkzonen, Überlappungszonen und Anrainerstellplätzen Parksystem völlig aufgebläht und undurchsichtig, eine radikale Vereinfachungskur wäre notwendig.

Anrainer_innen sollten, so Emmerling, ein Parkpickerl erhalten, das für Anwohner_innen gratis ist – nur die Verwaltungsabgabe soll eingehoben werden. Dazu könne Wien in 30 bis 60 Wohnzonen aufgeteilt werden, und erst wenn Anrainer_innen „ihre“ Wohnumgebung verlassen, sollen Parkgebühren fällig werden. „Es ist auch nicht einsehbar, dass Anrainerparkplätze unter Tags leer stehen. Das ist eine völlig sinnlose Vergeudung des öffentlichen Raumes“, so Emmerling. Die Stadt Wien soll eine von internationalen Expert_innen begleitete Studie in Auftrag geben, wie eine Parkzonenaufteilung in 30-60 Parkzonen aussehen könnte.

Ebenso fordert die Verkehrssprecherin ein Umdenken für Wirtschaftstreibende: „Wienweite Parkkarten sind mit 2.544 Euro pro Jahr viel zu hoch angesetzt. Die Stadt Wien erwirtschaftet auf Kosten der Wiener Wirtschaft ein stattliches Körberlgeld, hier halten wir für die Entlastung der Unternehmen eine Halbierung des Preises für angebracht.“

Um Wiens Verkehr zu entlasten, sei auch der Ausbau der Park & Ride Anlagen für Pendler endlich umzusetzen, und zwar nicht im Zentrum und in den Außenbezirken Wiens, sondern an den jeweiligen Wohnorten der Pendler_innen: „Eine landesübergreifende Verkehrsplanung wird sich auch dieses Themas annehmen müssen. Hier hat die Wiener Stadtpolitik, und allen voran die Grünen, in den vergangenen Jahren vollkommen versagt. Anstatt teurer Fußgängerkongresse wäre es an der Zeit, sinnvolle Mobilitäts- und Verkehrslösungen umzusetzen. Und zwar für alle Verkehrsteilnehmer, und nicht nur die eigene Klientel“, schließt Emmerling.

 

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