Naturschutz muss über Geschäften mit „Freunden“ stehen

„Offensichtlich ist Ziesel nicht gleich Ziesel: Noch vor zehn Jahren hat sich die SPÖ selbst für den Schutz der bedrohten Tierart stark gemacht. Nun, da es um die Zieselkolonie beim Heeresspital in Floridsdorf geht, scheint die Liebe zum putzigen Nager vergangen zu sein“, ist NEOS Wien Umweltsprecherin Bettina Emmerling über die Aussagen des Bürgermeisters bei der SPÖ-Klubklausur verwundert.

„2005, als es um die Bebauung der Austria Radio Gründe in Favoriten ging, hat sich die SPÖ damit gebrüstet, alles zu unternehmen, um den Zieseln Wien als Heimat zu erhalten. Heute geht es um ein Grundstück, in das zufällig auch die rote Sozialbau AG investiert hat. Damit zeigt sich einmal mehr, dass die Interessen der guten Freunde der SPÖ sogar über den Tierschutz gestellt werden“, kritisiert Emmerling.

Dabei gäbe es gerade in Floridsdorf genügend Ressourcen für Bauland. „Aber statt es sinnvoll zu nutzen und nicht zu jedem Supermarkt einen überdimensionierten Parkplatz zu errichten, glaubt die SPÖ ernsthaft, die Ziesel ‚umsiedeln‘ zu können.“ Dass an dem Projekt auf Biegen und Brechen festgehalten wird, zeigt sich auch daran, dass erst kürzlich eine Anpassung der Straßenwidmung innerhalb des Gebiets vorgenommen wurde. „Bleibt abzuwarten, ob sich das Ziesel überreden lassen wird, auf die andere Seite des Marchfeldkanals zu ziehen. Auf die ‚Schicken’s den jungen Mann zu mir‘-Mentalität des Bürgermeisters wird das vom Aussterben bedrohte Nagetier nicht reagieren“, schließt Emmerling.

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