Umweltprüfung auf Ziesel-Gelände muss nachgeholt werden

Bei der Flächenwidmung im Jänner 2010 wurde Prüfung einfach unterlassen

„Die Art, wie auch beim Bauvorhaben neben dem Heeresspital, über die Anliegen der Wienerinnen und Wiener drübergefahren wird, ist leider typisch für die rot/grüne Stadtregierung. Aber nicht nur die Bürgeranliegen werden ausgeblendet, auch die Bauordnung wurde flexibel ausgelegt: So unterblieb bei der Planung des Bauvorhabens einfach die Umweltprüfung, weil ‚keine Auswirkung auf die biologische Vielfalt‘ angenommen wurde. NEOS verlangt daher ein neues Flächenwidmungsverfahren.“ NEOS hat einen diesbezüglichen Antrag inklusive einer zeitlich begrenzten Bausperre auf dem Gelände im Floridsdorf eingebracht, erklärt NEOS Wien Umweltsprecherin Bettina Emmerling.

„Bereits 2011 hat die MA 22 über 600 Ziesel, 50 Feldhamster und weitere streng geschützte Arten in diesem Gebiet erhoben. Hätte man die Umweltprüfung bereits zu Beginn der Planung durchgeführt, wäre schon lange klar gewesen, dass auf diesem Gebiet kein Bauprojekt ohne Vorkehrungen zum Artenschutz errichtet werden kann. Und das, bevor Investitionen getätigt wurden, denn genau dafür gibt es ja das Instrument der Umweltprüfung schon am Anfang des Verfahrens“, stellt Emmerling fest.

„Das Ziesel steht auf der ‚roten Liste‘ der gefährdeten Tierarten. Weder wir noch die Bürgerinnen und Bürger verstehen, warum die Stadtregierung hier so handelt. Es gibt genügend Bodenreserven in Floridsdorf, auf die ausgewichen werden kann“, schließt Emmerling.

 

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