VOR-Reform: Teures Parallelsystem statt Kundenorientierung

Präsentierte Lösung ist nur kleinster gemeinsamer Nenner

„Seit über zehn Jahren wird eine Reform des Zonen- und Tarifsystems im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) angekündigt. Jetzt wird sie endlich umgesetzt. Allerdings: Die soeben präsentierte Lösung des VOR ist eher ein kleinster gemeinsamer Nenner als eine innovative Reform“, kritisiert NEOS Wien Verkehrssprecherin Bettina Emmerling.

Wochen- und Monatskarten werden außerhalb Wiens zwar tendenziell günstiger, trotzdem bestehen weiterhin zwei Systeme parallel nebeneinander: in der 100er Kernzone Wien gilt ein Fixbetrag wie bisher, in den Außenbereichen der neue VOR-Tarif. Besonders für die Fahrgäste, die die Kernzonengrenze mit einem Einzelfahrschein überschreiten, wird es teilweise deutlich teurer, weil es dafür in Zukunft keine Überlappungszonen mehr gibt. So zahlt man für eine Einzelfahrt von Klosterneuburg nach Heiligenstadt in Zukunft 3,90 Euro statt bisher 2,20 Euro.

Weiterhin bestehen bleibt die unsinnige Ausgabe der Wochen- und Monatstickets, startend jeweils mit Monatsanfang bzw. dem ersten Montag im Monat. Wer in Wien beispielsweise ein Monatsticket ab dem 15. des Monats benötigt, kommt nicht umhin auf die wesentlich teureren Wochentickets umzusteigen. In den anderen Bundesländern ist es gang und gäbe, dass man ab Kaufdatum eine Woche oder einen Monat unterwegs sein kann.

„Offenbar haben sich die Wiener Linien hier durchgesetzt und kochen weiterhin ihr eigenes Süppchen. Für uns stellt sich die Frage, warum man dafür jetzt über zehn Jahre verhandelt hat? Wir fordern die rasche Umsetzung einer überregionalen Verkehrsplanung sowie ein wirklich integriertes und kundenfreundliches System. Wien, Niederösterreich und das Burgenland müssen endlich an einem Strang ziehen, denn das Pendeln mit dem öffentlichen Verkehr aus dem nahen Wiener Umland nach Wien muss dringend attraktiver gestaltet werden“, so Bettina Emmerling abschließend.

 

 

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