Kein frisches Essen für Wiens Kindergärten und Schulen?

Nicht nur die Gesundheitsversorgung mit langen Wartezeiten, zu wenig Kassen-Kinderärzt_innen und dem Rückgang an Schulärzt_innen ist mangelhaft, sondern auch im Bereich gesundes nachhaltiges Essen für unsere Kinder ist noch viel zu tun in Wien. Die Gesundheit unserer Kinder beginnt mit gesunder Ernährung und gerade die ersten Jahre sind besonders bedeutend für die spätere Entwicklung.

Ich habe deshalb gemeinsam mit NEOS NR Abg. und Gastronomen Sepp Schellhorn ein gesundes Essen für Kinder gekocht, nach Kriterien wie sie uns wir für unsere Kinder wünschen würden: BIO, regional, ausreichend Gemüse, vielfältig und farbenfroh!

Derzeit sieht ein Großteil der Kinder lediglich Plastikboxen, die geliefert, dann erwärmt und schließlich in einem anderen Geschirr serviert werden. Was ist im Essen enthalten? Welche Lebensmittel, welches Gemüse ist da verarbeitet worden, wie wird das gekocht – all das bekommen die Kinder nicht mehr mit. Kinder lernen somit von Anfang an Fertignahrung kennen und entwickeln keinen Bezug zu frischen Lebensmitteln und der Zubereitung von Speisen. Ein positiver und auch wertschätzender Zugang zum Essen kann da definitiv nicht hergestellt werden.

Ich sage: Genug gewartet! und fordere in den städtischen Kindergärten und Schulen für unsere Kinder frisch gekochte Speisen mit Lebensmitteln aus biologischer und regionaler Herkunft! Aktuell hat das Essen in Kindergärten und Schulen lediglich einen BIO-Anteil von 50%. Der Anteil für regionale Lebensmittel wurde gleich gar nicht festgelegt. Genaue Herkunftsbezeichnungen für die einzelnen Zutaten in den Speisen unserer Kinder sind natürlich nur Wunschdenken.

 

Das sind die NEOS-Forderungen:

  • Ziel: Eine umweltfreundliche und gesunde Essensversorgung unserer Kinder in den öffentlichen Bildungseinrichtungen der Stadt
  • Einführung von Cook & Serve-Küchen, wo diese möglich sind: Frische Speisen für unsere Kinder – sie sollen von Beginn an mit der frischen Zubereitung von Speisen in Berührung kommen.
  • Erhöhung regionaler Lebensmittel
  • Erhöhung des BIO-Anteils auf zumindest 80 %
  • Lebensmittel-Deklaration: Angabe zu Herkunft und BIO-Qualität der einzelnen Speisen. Bewusstseinsbildung bei den Kindern wird gestärkt – woher kommen die Sachen, die ich esse?
  • Ein einheitlicher Kriterienkatalog für öffentliche Kindergärten und Schulen; und darauf basierend eine neue Ausschreibung. (Die letzte Ausschreibung für die Kindergärten war im Jahr 2002.)
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