NEOS Wien/Emmerling: Wiener Stadtregierung muss Vorreiter als familienfreundlicher Arbeitgeber sein

Emmerling: „Brauchen mehr Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit und eine rasche Anpassung des Frauenpensionsantrittsalters bei ASVG-Bediensteten.“

Wien (OTS) – „Der Gleichbehandlungsbericht zeigt ein Bild der Stadt Wien als Arbeitgeberin, das im Großen und Ganzen den gesellschaftlichen Trends in Österreich entspricht: Männer sind weiterhin erfolgreicher darin, Karriere zu machen und in höhere Positionen zu gelangen als Frauen. Frauen übernehmen weiterhin den Großteil der Familienarbeit, sie unterbrechen ihre Erwerbskarrieren dafür im Gegensatz zu Männern, die kaum in Karenz gehen und kaum ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Stadtregierung ist daher in der Pflicht, als Vorreiter zu agieren und diese Effekte als familienfreundlicher Arbeitgeber zu reduzieren“, erklärt NEOS Wien Gemeinderätin Bettina Emmerling in Bezug auf den Gleichbehandlungsbericht.

„Wir brauchen aber auch bundesweite Maßnahmen: Einerseits brauchen wir mehr Anreize dazu, die Familienarbeit zwischen Männern und Frauen partnerschaftlicher zu organisieren und aufzuteilen. Wir NEOS haben ein Modell entwickelt, in dem jeder Elternteil einen individuellen Karenzanspruch hat und das ein Familienkonto vorsieht. Die ungleiche Aufteilung der Familienarbeit hat auch Auswirkungen auf die Pensionshöhe. Deshalb setzen wir uns für ein automatisches Pensionssplitting der Partner für die Zeit der Kindererziehung ein. Eine besonders wichtige Maßnahme ist außerdem, das Frauenpensionsantrittsalter für ASVG-Bedienstete endlich zu erhöhen. Es ist ein Trauerspiel, dass die Unterschiede im Pensionsantrittsalter weiterhin festgeschrieben werden. Erst 2033 wird das gleiche Antrittsalter erreicht werden. Hier fordern wir eine frühere Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen, dafür soll sich auch die Stadtregierung auf Bundesebene einsetzen“, schließt Emmerling.

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